Galerie Korn- und Peldemühle De Liefde

Gebaut an der Ecke der Schoolstraat/Mennonietenkerkstraat in Uithuizen (Provinz Groningen).

Von den vier Mühlen, die jemals in Uithuizen standen, ist die De Liefde als einzige übrig geblieben. An der Stelle dieser Mühle stand schon vor dem 16. Jahrhundert eine Mühle. Das war eine Bockwindmühle. Sie wurde 1866 abgebrochen und von einem anderen Mühlentypus ersetzt, nämlich von einer achteckigen Mühle mit drehbarer Kappe und mit Galerie.
Nachdem der letzte Berufsmüller 1986 seine Arbeit eingestellt hatte, ist die Mühle 1992-1994 tiefgreifend restauriert worden. Sie wird jetzt von einem Freizeitmüller verwaltet.

Die Mühle ist eine typisch Groninger Mühle. Das läßt sich an einigen gut erkennbaren, spezifischen Merkmalen feststellen und zwar: Lisenen (eine Art Strebepfeiler) in den 8 Ecken, Stützbalken mit Seitenstützen ( sog. Krähenfüße), doppelte Galerietüren, Jalousieklappen auf den Ruten (Flügeln) und die nationale rotweißblaue Fahne auf der Kronliste (der obere Rand unter der Kappe).

Die Mühle steht auf einer Erhöhung von 1.50 Meter und die Galerie befindet sich in einer Höhe von gut sieben Metern. Die Ruten (Flügel) sind 21 Meter lang und die Mühle ist etwa 20 Meter hoch. In der Mühle gibt es 5 Söller und zwar den Fächersöller, den Mehl-, oder Schäl- oder Galeriesöller, Steinsöller, den Hebeboden und ganz oben den Kappsöller.

Oben auf dem steinernen Unterbau steht das hölzerne Achteck, dessen Bretter klinkergebaut und holzvertäfelt sind; die Kappe ist senkrecht geklinkert. An einem schön verarbeiteten Holzbrett, dem Bart, das sich unter dem Achskopf befindet, kann man den Namen der Mühle lesen: De Liefde und darunter das Baujahr: 1866.

Die Mühle hat zwei Einfahrten, durch die die Bauern früher mit Pferd und Wagen voller Getreidesäcke an der einen Seite hinein und an der anderen Seite hinaus fahren konnten. Das Klinkerpflaster der Fahrbahnkurve ist immer noch in der Mühle zu sehen.

In der Kappe liegt die schwere gußeiserne Achse, die 1902 gegossen wurde. An der Frontseite der Achse befindet sich der große Achskopf, wo die beiden stählernen, mit Jalousieklappen versehenen Ruten hindurch stecken. Dies ist ein Jalousieklappensystem, mit dem die Holzbrettchen auf und zu gezogen werden können.*) Die Kappe liegt frei auf dem hölzernen Achtkant, damit die Flügel nach allen Windrichtungen gekrüht werden können.

In der Mühle wurde früher nicht nur gemahlen, sondern auch geschält. Das Mahlen ergab (Vollkorn) Mehl und das Schälen von Gerste ergab Graupen. Für das Mahlen und Schälen wurden unterschiedliche Steine benutzt. Die Schälsteine sind zwar noch da, werden aber nicht mehr benutzt.

Etwa zehn Meter östlich der Mühle steht die im 17. Jahrhundert gebaute "Sarrieshütte", in der früher der Steuerbeamte wohnte. Jetzt hat man da den Verkehrsverein untergebracht.


*) Jalousieklappenflügel

Jalousieklappenflügel können senkrecht zum Wind gestellt werden und bilden damit eine Flügelfläche, nach Beendigung der Arbeit werden sie wieder waagerecht gestellt, sodass der Wind ungebremst hindurchwehen kann. Dieser Typ kann während der Drehbewegung der Flügel, also während des Betriebes, über einen zentralen Verstellmechanismus angesteuert werden, sodass zur Verstellung der Jalousien die Mühle nicht angebremst werden muss. Damit war es möglich, schneller und nachher auch automatisch mittels Fliehkraftregelung auf die unterschiedlichen Windstärken zu reagieren, und die Maschine "Windmühle" nicht so stark den schwankenden Drehzahlen durch böige Winde auszusetzen und damit einen gleichmäßigeren Lauf zu erreichen.
(Quelle: Wikipedia)


Eröffnungszeiten:

Wenn beim De Liefde der Mühlenwimpel aushängt oder wenn die Flügel drehen, ist die Mühle für Besucher geöffnet. Meistens ist das an jedem Samstag von 13.00 - 16.00 Uhr.


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